Sexwünsche: Wie äußerst du sie gegenüber deinem Partner?

Nie sind wir uns näher als beim Sex. Doch warum ist es dann so schwierig, über unsere Vorlieben zu reden? Schamgefühle, Unsicherheit, mangelndes Vertrauen – es kann viele Gründe geben, warum wir stumm bleiben, obwohl wir uns eigentlich wünschen, dass es beim Sex anders läuft.

Je früher Paare es schaffen, sich über ihre Wünsche und Fantasien auszutauschen, umso leichter fällt es.

Aber auch Partner, die schon länger zusammen sind und die das große Schweigen endlich beenden möchten, können lernen, über Träume und Vorlieben zu sprechen und so mehr Nähe in ihre Beziehung zu bringen. Das solltet ihr dabei beachten:

 

Die richtige Perspektive

Wenn du dir wünschst, dass in eurem Sexleben etwas anders läuft, dann achte darauf, dass du deine Wünsche positiv formulierst und dass du aus deiner Perspektive sprichst.

Mach deinem Partner also keine Vorwürfe, denn dann könnte euer Gespräch schneller enden, als es begann.

Wenn du dir beispielsweise mehr Abwechslung wünschst, was Zeitpunkte und Orte anbelangt, dann sag nicht: “Du willst immer nur einen Quickie am Wochenende, bevor wir aufstehen. Das ist mir zu langweilig!”

Dein Partner wird auf diese Kritik vermutlich verletzt oder beleidigt reagieren und eine Sexflaute ist in der Folge wahrscheinlicher als wilde erotische Abenteuer.

Wenn du deine Wünsche positiver formulierst, wird sich dein Partner begehrt fühlen und viel eher auf deine Vorschläge eingehen: “Ich fände es aufregend, wenn wir auch mal Sex im Freien oder woanders als im Bett hätten. Hättest du eine Idee?”

Indem du dich öffnest und deine Träume beschreibst, lädst du den anderen ein, gemeinsam etwas zu verändern.
 

Keine Vergleiche mit Verflossenen

Es ist schön, wenn du gern an deine bewegte Vergangenheit denkst, aber behalte deine erotischen Memoiren lieber für dich.

Ob der oder die Ex nun besonders leidenschaftlich war oder bestimmte Tricks drauf hatte, an die du ab und zu zurückdenkst – wenn du diese Erinnerungen mit deinem neuen Partner teilst, wird er oder sie sich dadurch nicht angespornt fühlen.

Stattdessen kommt so ein Vergleich eher als Kritik rüber und wird für Verunsicherung oder sogar eine Eiszeit sorgen.

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben – darum lass die Vergangenheit ruhen und bring deinem Partner deine Träume auf andere Weise näher.

Dass du schon einschlägige Erfahrungen hast, musst du ja nicht sagen.
 

Verurteile die Vorlieben deines Partners nicht

Ihr habt es geschafft, ein vertrauliches Gespräch über geheime Wünsche zu führen? Aber was du jetzt zu hören bekommst, törnt dich gar nicht an oder stößt dich sogar ab?

Wenn du sofort mit Abscheu reagierst, schlägst du die Tür gleich wieder zu.

Selbst wenn du gerade ein bisschen verstört oder schockiert bist, solltest du die Offenheit deines Partners anerkennen und schätzen.

Vielleicht bittest du lieber um Zeit, um darüber nachzudenken, oder um die Information zu verdauen.

Nicht immer heißt das gleich, dass ihr nicht kompatibel seid oder dass du gegen deine eigenen Wünsche handeln musst. Stattdessen setzt den Austausch bei Gelegenheit fort.

In weiteren Gesprächen könnt ihr herausfinden, ob ihr euch vielleicht doch annähern könnt. Nicht immer führt die Offenbarung eines sexuellen Wunsches dazu, dass dieser 1:1 erfüllt wird.

Und manche Fantasien sind tatsächlich nur Gedankenspiele – aber selbst diese zu teilen, kann euch einander näher bringen. 

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