Wasserhaushalt: Schlafmangel trocknet den Körper aus

Wer schlecht oder zu wenig geschlafen hat, ist launisch und unkonzentriert, die Leistungsfähigkeit nimmt rapide ab. Jeder kennt die Folgen einer schlechten oder zu kurzen Nacht. Sieben bis acht Stunden Ruhe empfehlen Wissenschaftler in der Regel, doch nicht immer erfüllen wir unser gesundes Schlafpensum.

Eine Studie der Penn State University in Pennsylvania brachte jetzt mehr Details ans Licht, die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift ‘Sleep’ nachzulesen.
 

Schon sechs Stunden können schädlich sein

Die überraschende Erkenntnis: Wer unzureichend an der Matratze gehorcht hat, trocknet leichter aus, denn die verkürzte Ruhezeit hat einen negativen Einfluss auf genau die Hormone, die unseren Flüssigkeitshaushalt regeln.

Die Forscher fanden bei Probanden, die nur wenig Schlaf hatten, einen wesentlich stärker konzentrierten Urin vor.

Generell stieg die Wahrscheinlichkeit mangelnder Hydrierung bei den Kurzschläfern um ganze 59 Prozent.

“Bereits ab sechs Stunden Schlaf abwärts kann der Flüssigkeitshaushalt beeinflusst werden”, so Studienleiter Asher Rosinger.

Schlecht geschlafen? Wasser trinken!

Verantwortlich für das Austrocknen nach unzureichendem Schlaf ist das Hormon Vasopressin, das den Wasserhaushalt reguliert.

Es wird rund um die Uhr ausgeschüttet, doch ganz besonders gegen Ende der Schlafphase. Bei zu frühem Aufwachen verpassen wir daher die verstärkte Vasopressin-Zufuhr, als Folge trocknet unser Körper verstärkt aus.

Wer also seine sieben bis acht Stunden nicht voll bekommt, sollte auf jeden Fall nach einer kurzen Nacht ausreichend Flüssigkeit trinken, um dem Effekt Einhalt zu gebieten.
 

Doch Vorsicht vor zu viel des Guten

Wie bei so vielem gilt auch beim Schlaf: Alles in Maßen. Während zu wenig Ruhe dem Körper aus verständlichen Gründen zusetzt, kann auch exzessives Schlafen ein Zeichen dafür sein, dass etwas nicht stimmt.

Wer sich regelmäßig mehr als zehn Stunden aufs Ohr haut, tut sich keinen Gefallen, denn er erhöht die Gefahr von Stoffwechselerkrankungen.

Bei Langschläfern lassen sich oft erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte feststellen, sie neigen zudem zu Übergewicht und erhöhtem Blutdruck. Fazit: Auf die richtige Dosierung kommt es an.

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