Tätowiermittel: So gefährlich sind sie für die Gesundheit

In allen Formen und Farben schmücken sie den Körper: Fast jeder zehnte Deutsche besitzt mittlerweile ein Tattoo, Tendenz steigend.
 

Neueste Studien zu dem Körperkult zeigen, dass die dauerhafte Hautbemalung allgemein als ungefährlich eingeschätzt wird – zu unrecht! Denn Experten warnen seit Jahren vor schädlichen Tätowiermitteln.
 

Das Ergebnis: Nur die Hälfte der Befragten sieht eine gesundheitliche Gefahr in dem dauerhaften Körperschmuck. Bei den Menschen, die sich bereits stechen ließen, sind es sogar ganze 90 Prozent, die eine Tätowierung für unbedenklich halten.

Als gefährlich wurden bei den möglichen Risiken besonders Entzündungen und Infektionen eingeschätzt, die nach dem Stechen auftreten können.

Die Tätowierfarbe hingegen wurde nur bei zwölf Prozent der Befragten, die Tätowierungen für gesundheitsschädlich einschätzten, kritisch gesehen.

Doch das BfR warnt: Genau in dieser lauern noch viele unerforschte Gefahren.

Die Risiken von Tätowierfarbe

Die Farbpigmente, die beim Stechen eines Tattoos benutzt werden, gelten bei Experten als gefährlich. Doch woraus besteht eigentlich Tätowierfarbe?

Diese Frage zu beantworten, ist gar nicht so einfach, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung herausfand. Zu den Substanzen gehören Farbpigmente, Verdicker, Konservierungsmittel und weitere Stoffe, die jedoch nicht offiziell gelistet sind.

Deswegen seien die gesundheitlichen Risiken nur schwer abzuschätzen. Untersuchungen zeigen zudem, dass Farbpigmente in das Lymphsystem wandern können.

Dort lagern sie sich in Form von Nanopartikeln ab und können toxisch wirken. Ein weiteres Gesundheitsrisiko sei die Entstehung von schädlichen Stoffwechselprodukten durch die Transportation von Farbpigmenten zu anderen Organen.

Das BfR warnt daher in einer offiziellen Erklärung: “Über die Wirkungen von Farbpigmenten im Körper ist derzeit wenig bekannt. Somit kann keine Farbe als sicher bezeichnet werden.”

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