Stiftung Warentest: Jeder vierte Honig ist mangelhaft

Stiftung Warentest hat insgesamt 36 Honigprodukte einer Verkostung unterzogen und auf ihr Pollenspektrum sowie kritische Substanzen geprüft.

Darunter waren sechs verschiedene Honigsorten – Mischblüten-, Wald-, Akazien-, Wildblüten-, Raps- sowie Lindenhonig. Die Preise der Produkte reichen von 2,29 Euro bis 9,85 Euro für 500 Gramm.
 

Viele Produkte schnitten im Test schlecht ab

Die Ergebnisse sind ernüchternd: Zehn Produkte im Honig-Test erhielten das Urteil “mangelhaft”, da sie eine oder mehr Anforderungen an einen Sortenhonig nicht erfüllten. Die meisten davon waren Akazien- und Wildblütenhonig.

Akazienhonig sollte laut Stiftung Warentest mild und leicht blumig schmecken und mindestens 20 Prozent der Pollen müssen von der Scheinakazie stammen. Viele Produkte im Test wiesen jedoch einen “künstlichen” Geschmack auf.

Wildblütenhonig  hingegen musste Blütenvielfalt widerspiegeln und sollte nicht von einer Sorte dominiert werden. “Gut” erfüllte diese Kriterien lediglich der “Akazienhonig” von Rewe Bio ab.

Discounter-Produkte überzeugten

Im Allgemeinen darf Honig – unabhängig von der Sorte – nicht so stark erhitzt worden sein, dass seine Enzyme inaktiviert wurden. Bei sieben der 36 getesteten Produkte traf dies jedoch zu.

Auch die teuersten Wettbewerber auf dem Testfeld konnten in der Pollenanalyse nicht überzeugen.

Insgesamt fuhren elf gestete Honiggläser eine “gute” Gesamtnote ein, darunter mehrere günstige Mischblütenhonige und Waldhonige, von denen einige auch im Discounter zu finden sind. Unter den teuren Produkten schnitt der “Feine Lindenhonig” von D’Arbo für 16 Euro je Kilogramm mit am besten ab.

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