Pollensaison: Heuschnupfen oder Erkältung? So erkennst du den Unterschied

Trotz des kühlen und verregneten Wetters ist schon wieder Pollensaison. Bereits seit Dezember fliegen Pollen von Erle und Hasel schwach umher, ab März müssen sich Allergiker auf einen starken Pollenflug einstellen. 

Wenn nun deine Nase anfängt zu laufen, kann die Unterscheidung zwischen Pollenallergie und Erkältung schwer fallen – schließlich geht noch immer die Grippe um. 

Um zu erkennen, ob du eine Allergie hast oder einfach nur eine Erkältung ausbrütest, kannst du auf ein paar deutliche Anzeichen achten. 
 

Juckreiz in Augen und Nase

Bei einer Pollenallergie beginnt die Reaktion mit einem Juckreiz in der Nase. Recht schnell kommt auch das Jucken in den Augen hinzu. Wenn du hingegen nur an einem Schnupfen ohne juckende Nase leidest, handelt es sich um eine normale Erkältung.

Sobald ein Juckreiz an deiner Nase und den Augen hinzu kommt und deine Augen gerötet oder geschwollen sind, jucken, brennen oder tränen, kannst du dir sicher sein, dass die Pollen Schuld sind.

Bei einem allergischen Schnupfen laufen die Symptome wie folgt ab: Zunächst ist die Nase verstopft und juckt. Du musst dich räuspern und husten und es kommt ein Juckreiz in den Augen hinzu. Bei direktem Kontakt mit dem Blütenstaub tritt zudem starker Reizhusten auf.
 

Einsetzen und Dauer

Setzt der Schnupfen ohne Vorwarnung plötzlich sehr stark ein, handelt es sich wahrscheinlich um eine allergische Reaktion. Eine normale Erkältung hingegen beginnt oft mit Kopfschmerzen und einem Kratzen im Hals.

Ein grippaler Infekt hält sich in der Regel etwa eine Woche. Wenn deine Schnupfenbeschwerden nun deutlich länger anhalten, solltest du eine allergische Ursache nicht ausschließen. 

Treten Fieber und Schüttelfrost auf, leidest du wahrscheinlich an einer Erkältung. Dauerhafte Niesanfälle, die nicht mehr enden wollen, sind ein klassisches Anzeichen einer Allergie.
 

Auftreten der Beschwerden

Stellst du fest, dass dein Schnupfen jedes Jahr zu einer bestimmten Jahreszeit auftritt – beispielsweise immer im Frühling –, solltest du überprüfen lassen, ob es sich um eine Allergie handelt. 

Auch das zeitliche Einsetzen der Beschwerden kann einen Hinweis liefern, um was es sich bei deiner verstopften Nase genau handelt. 

Bei einem Heuschnupfen nehmen die Symptome meistens im Freien zu. Besonders morgens und abends, wenn der Pollenflug verstärkt auftritt, kann sich dein Befinden verschlechtern. 

Durch ein heftiges Gewitter mit starkem Wind können besonders viele Pollenallergene freigesetzt werden. Wenn sich dein Schnupfen nach einem Gewitter verschlimmert, so sind Pollen wahrscheinlich die Auslöser. 

Langer Regen hingegen kann die Luft vom Pollenflug bereinigen – Heuschnupfensymptome lassen danach oft nach. Leidest du nur an einer Grippe, dürfte das Wetter keinen Einfluss auf dein Wohlbefinden haben. 
 

Der Blick ins Taschentuch

Beim Naseputzen kann es helfen, auf die Konsistenz zu achten. Das ist ein bisschen ekelig, kann aber sehr aufschlussreich sein. 

Während einer Erkältung gibt die Nase nämlich häufig ein gelbes bis grünes Sekret ab. Handelt es sich um eine Allergie, so bleibt es normalerweise klar und wässrig. 

Bei einer Erkältung ist deine Nase zudem überwiegend verstopft, während sie bei einem Heuschnupfen gar nicht mehr aufhören will zu laufen. 

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