Keine Angst vor dem Wiedereinstieg: Muscle Memory sorgt für schnelleren Muskelaufbau

Die Gründe für eine Trainingspause sind vielfältig: Zeitmangel, Verletzungen, Motivationsprobleme. Doch egal, warum du mit dem Training eine Zeitlang pausieren musstest – wichtig ist der Vorsatz, wieder einzusteigen.

Allerdings fürchten viele bei dem Vorhaben, dass sie nun wieder ganz von vorn anfangen müssen. So erscheint das Umsetzen des Vorsatzes besonders schwer.

Doch es gibt gute Nachrichten für alle Zweifler: Muscle Memory sorgt für einen schnelleren Wiedereinstieg.
 

Wie funktioniert ‘Muscle Memory’?

Der Begriff ‘Muscle Memory’, zu deutsch Muskelgedächtnis, besagt, dass all diejenigen, die schon einmal gut in Form waren und mit dem Training pausieren mussten, beim Neueinstieg einfacher zurück ins Training und zur alten Form finden.

Zwar bauen Muskeln, die eine Weile nicht gefordert wurden, schnell ab, doch sie können ebenso schnell wieder aufgebaut werden.

Denn wenn eine Bewegung einmal gelernt und häufig umgesetzt wurde, wissen die Nerven, wie sie den Muskel ansteuern müssen. So findet man nach einer längeren Trainingspause schneller wieder zurück in den Sport.

Das ist vergleichbar mit dem Fahrradfahren: Hat man es einmal erlernt, weiß man automatisch auch nach jahrelanger Pause noch, wie es geht.
 

Veränderung des Muskelinneren

Eine Erklärung für den ‘Muscle-Memory’-Effekt geht über die Zellkerne im Muskel. Einer norwegischen Studie zufolge lassen sich die Zellkerne im Muskel vermehren, wenn man schon viel und lange Krafttraining gemacht hat.

Und je mehr Zellkerne in den Muskeln existieren, die auf die Trainingsreize reagieren könnte, desto größer ist das Muskelwachstum.
 

Tipps zum Wiedereinstieg

  • Langsam anfangen: Höre auf deinen Körper und lass es langsam angehen. Erwarte nicht zu viel und lass dich nicht entmutigen.
  • Pausen machen: Nach einer Pause machen viele den Fehler, jeden Tag zu trainieren, um schneller wieder fit zu werden. Damit erhöht man allerdings sein Verletzungsrisiko. Gönne deinem Körper deshalb ausreichend Pausen nach dem Training, damit er sich regenerieren kann.
  • Ziel vor Augen: Setz dir ein Ziel, bis wann du was erreichst haben willst. Achte allerdings darauf, zunächst kleine Zwischenziele zu definieren. Kleine Erfolge sind wichtig für die Motivation.
  • Sport soll Spaß machen: Hast du mit dem Trainieren nicht wegen einer Verletzung aufgehört, sondern schlicht deshalb, weil du keine Lust mehr hattest?
    Einer der Hauptgründe für das Aufhören mit dem Sport ist Langeweile. Dann solltest du gar nicht erst wieder mit der gleichen Sportart anfangen, ein erneuter Wiederausstieg ist da schon fast vorprogrammiert. Such dir lieber einen anderen Sport aus dem riesigen Angebot aus, der dir wirklich Spaß macht.

Grundsätzlich gilt: Ein Wiedereinstieg wird schwieriger, je länger die Trainingspause war. Doch wird er nie so schwer wie ein kompletter Neueinstieg.

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