Kalorienreicher Trost: Psychologe verrät einfache Übung gegen Frustessen

Das Hauptproblem beim Frustessen: Langfristiger Schaden nach kurzfristigem Genuss. Während man sich vorübergehend besser fühlt, setzten später die Reue ein und die Pfunde an.

Ergebnis: Noch mehr Frust, noch mehr Essen.

Dabei gibt es einen Trick, wie man sein eigenes Gehirn überlisten kann. Diesen hat der auf Essverhalten spezialisierte Psychologe Glenn Livingston für ‘Psychology Today‘ zusammengefasst.
 

Zwei Schritte zur Selbstbeherrschung

Der Kampf gegen den Griff zur Chipstüte bei Stress oder schlechter Laune findet laut Livingston in zwei Phasen statt, die gründlich vorbereitet sein wollen.

Zunächst einmal sollte man sich ein Ereignis in Erinnerung rufen, bei dem man sich fürchterlich aufgeregt hat, bei dem sich die Aufregung aber hinterher als Sturm im Wasserglas entpuppte. Viele gehen dabei in die Kindheit oder Jugend zurück.

Für ihn selbst war es ein Moment im Alter von vier Jahren, in dem jemand sagte, seine zwei Jahre jüngere Schwester habe sein Gesicht.

Livingston flippte aus, schrie: “Ich will mein Gesicht zurück!” Letztlich war es natürlich kein Drama, sondern ein Missverständnis, niemand hatte ihn bestohlen.
 

Mantra aus Erinnerung

Die Erinnerung ist jedoch wertvoll, denn sie bildet das Rohmaterial, aus dem die Waffe gegen das Frustessen geschmiedet wird.

Ob es jetzt um einen unsinnigen Streit wegen einer falschen Information oder einem typischen Teenager-Wutanfall geht, der einem im Nachhinein peinlich ist, allen Erinnerungen ist eines gemein: Die Ereignisse waren den erhöhten Blutdruck einfach nicht wert.

Jetzt ist es Zeit für Schritt zwei. Die Erinnerung formt ein Mantra. Das sind ein oder zwei Sätze, die man sich ins Gedächtnis ruft, sobald man gestresst nach ungesunden Snacks greifen will.
 

Die Aufregung nicht wert

Bei Livingston selbst sind es die Worte “Glenn, hör auf. Niemand hat dein Gesicht gestohlen!” Der Psychologe zwingt sich eigenen Angaben dazu, vor dem ersten Biss aus Frust kurz inne zu halten und sein Mantra zu wiederholen.

Damit rufe man sich den Moment ins Gedächtnis, in dem man sich bewusst wurde, dass alles gar nicht so schlimm sei. Folglich würde sich auch der Wunsch, sich vollzustopfen, im Nichts auflösen.

Klingt zu einfach? Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!

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