Arzt rät: Esst mehr Fette – aber die richtigen!

Fette wurden lange Zeit als ungesunder Dickmacher verteufelt und noch immer streichen viele Menschen fetthaltige Lebensmittel aus ihrer Ernährung, um abzunehmen.

Was manch einem nicht bewusst ist: Fett ist nicht gleich Fett. Es gibt große Unterschiede zwischen den Fettarten und strikt alle fetthaltigen Produkte vom Speiseplan zu verbannen, ist keine gute Idee.
 

Fette sind wichtig

Vor dem weitverbreiteten Irrglaube “Fett sei schlecht” warnt auch der amerikanische Arzt und Bestsellerautor der ‘New York Times’, Dr. Mark Hyman, auf seinem Instagram-Account.

Auf diesem klärt er über weitverbreitete Mythen rund um das Thema gesunde Ernährung auf. Ineinem seiner Posts erläutert der Experte, wieso gesunde Fette so wichtig sind.

Eine fettreduzierte Diät hört sich vielleicht zunächst gesund an, doch blickt man hinter die Fassade, ist dies ganz und gar nicht der Fall. “Man rutscht ab in eine zuckerreiche und hochraffinierte Carb-Diät”, weiß Hyman.

Wer in diesem Zuge nämlich auch auf gesunde Fette verzichtet und stattdessen zu viel Zucker und Kohlenhydrate verspeist, begünstigt Entzündungen, die mit einer Reihe gesundheitlicher Probleme einhergehen.
 

“Diese Art der Ernährung trägt einen großen Teil zu einer Epidemie von Insulinresistenz, Fettleibigkeit, Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes und vielen anderen schwerwiegenden Krankheiten bei”, erklärt der Experte.

“Anstatt Fett zu verteufeln, müssen raffinierte Zucker und Kohlenyhydrate, die zu Zucker zerfallen, sowie entzündliche Omega-6-Fette eingeschränkt werden.”
 

Auf gesunde Fette und Öle setzen

Was stattdessen auf dem Speiseplan stehen sollte: Viele Omega-3– und MCT-Fette wie Kokosnussöl. Die können dir nämlich bei der Gewichtsreduzierung helfen und deine Gesundheit sowie Vitalität unterstützen.

Bei dem Konsum von Fett kommt es also eindeutig auf die Qualität an, nicht auf die Quantität.

“Der Verzehr vieler natürlich, auf Vollwertkost basierender, gesunder Fette, einschließlich gesättigter Fette, ist für eine gute Gesundheit von entscheidender Bedeutung”, erklärt Hyman.

“Du solltest keine Angst vor Fetten und Ölen haben – sie machen das Essen schmackhafter, bieten viele ernährungsphysiologische Vorteile, machen dich satt und helfen zudem beim Abnehmen.”

Die Aufnahme fettlöslicher Stoffe

Wer auf Fett verzichtet, der nimmt also nicht schneller ab. Wahrscheinlich ist sogar eher das Gegenteil der Fall und plötzlich kommen mehr Kilos auf den Hüften dazu.

Im Rahmen einer gesunden Ernährung dürfen die guten Fette also keinesfalls fehlen. Denn auch ein weiterer Punkt ist ganz entscheidend:

Fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) sowie andere Stoffe, wie das in Kurkuma enthaltene Curcumin, können nur in Kombination mit Fett vom Körper richtig aufgenommen und verarbeitet werden.

Fette für den Muskelaufbau

Und auch für den Muskelaufbau sind Fette essentiell. Besonders wichtig: Omega-3-Fette. Diese sind nicht nur für die Körperfettreduzierung wichtig, sie verhelfen dir zudem zu größeren Muskeln.

  • Gesättigte Fette fördern von allen Fetten am stärksten die Testosteronproduktion.
  • Omega-3 hilft bei der Regeneration der Muskeln und fördert dadurch das Wachstum.
  • Es macht die Muskelzellen für Insulin empfänglicher; der Aufbau von Körperfett wird erschwert – selbst bei einem Kalorienüberschuss.
  • Selbst bei einer kohlenhydratarmen Ernährung (geringe Insulinmenge), nehmen die Muskel effektiv Aminosäuren auf.
  • Es wirkt entzüngungshemmend und beugt so einer Überlastung oder Verletzung vor.
  • Es stärkt das Herzkreislaufsystem.
     

Damit bekommst du dein Fett (weg)

Die Art des Fettes, das du isst, ist am Ende also viel wichtiger als die Menge, die du zu dir nimmst. Den größten Teil der aufgenommenen Fette solltest du daher aus diesen Lebensmitteln ziehen:

  • Bio-Fleisch und Fisch
  • Bio-Geflügel und Eier
  • Grasgefütterte Molkereiprodukte
  • Avocados
  • Nüsse, gemahlene Leinsamen
  • natives Oliven-, Kokos und Leinöl

Meiden solltest du laut dem Experten raffinierte Pflanzenöle und zu viel Omega-6-Fette, die alle einen großen Teil zu Entzündungen und chronischen Krankheiten beitragen können.

Am besten meidest du daher industriell hergestellte Nahrungsmittel und kochst selbst frisch. So weißt du immer, mit was du deinen Körper versorgst und lecker schmecken tut es allemal!

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