Verstopfte Nase: Warum schmecke ich bei einem Schnupfen nichts mehr?

Der Kopf dröhnt, der Hals kratzt und die Nase läuft – eine Erkältung verlangt uns und unserem Immunsystem so einiges ab.

Doch nicht nur nur das: Hinzu kommt, dass wir oft nichts oder weniger schmecken können.

FIT FOR FUN erklärt dir, woher der Geschmacksverlust kommt und was du dagegen tun kannst.
 

Geschmackssinn: Kombination aus Riechen und Schmecken

Schuld daran, dass wir bei einer Erkältung nichts mehr schmecken, ist die zugeschwollene, oftmals verschnupfte Nase.

„Bei einer Erkältung schwellen die Nasenschleimhäute an. Das führt dazu, dass Patienten nicht mehr frei atmen können und die Geruchsrezeptoren in ihrer Funktion eingeschränkt sind“, erklärt Dr. Helga Grabe, Ärztin bei der Patientenberatung der Ärztekammer Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg.

Laut der Expertin werden im Gehirn das Riechen und Schmecken im Geschmacksinn verarbeitet: „Ist das Riechen durch die angeschwollene Nasenschleimhaut eingeschränkt, kann auch der Geschmack nur unzureichend wahrgenommen werden.“

Auf der Zunge selbst können unsere Geschmacksknospen nämlich lediglich die fünf groben Geschmacksrichtungen wahrnehmen: süß, salzig, sauer, bitter und umami.

In der Nase verbergen sich hingegen bis zu 30.000 kleinste Riechknötchen, die den Geruch verarbeiten und ans Gehirn weiterleiten. Daher schmeckt der Mensch eigentlich mit der Nase, anstatt mit der Zunge.
 

Was kann ich gegen den Geschmacksverlust tun?

Um möglichst schnell wieder befreit atmen und vor allem schmecken zu können, müssen die Schleimhäute zunächst wieder abschwellen.

Dr. Helga Grabe empfiehlt:

  • Ätherische Öle
  • Spülungen mit Salzlösungen
  • Wärme
  • Dampfbäder

Damit sagst du der nächsten Erkältung und dem nervigen Geschmacksverlust in kürzester Zeit den Kampf an.

Original »

Comments
Loading...